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Ein Schulessen, das wie ein Essen im Sternerestaurant schmeckt? Genau das haben kürzlich mehrere Gemeinden im Département Orne erlebt. Zwei engagierte Köche – eine Schulköchin und ein Sternekoch – haben gemeinsam ein Menü entwickelt, das Kinder, Senioren und viele andere Gäste begeistert hat.
Wenn Schulessen zum Festmahl wird
Am Donnerstag, den 9. Oktober 2025, drehte sich in zehn Einrichtungen – darunter ein Altersheim, eine Grundschule, zwei Sozialzentren und weitere öffentliche Stellen – alles um ein besonderes kulinarisches Ereignis. Serviert wurde ein speziell kreiertes Menü, an dem zwei leidenschaftliche Köchinnen und Köche beteiligt waren:
- Émilie Martineau, Küchenchefin der Kantine des Collège d’Écouché-les-Vallées
- Arnaud Viel, Michelin-Sternekoch aus Argentan
Gemeinsam entwarfen sie ein Menü, das aus regionalen Zutaten, raffinierten Aromen und liebevoller Zubereitung bestand. Während Viel seine kulinarische Expertise einbrachte, war es Martineau, die alle Gerichte eigenhändig für Hunderte von Gästen kochte.
Ein Geschmackserlebnis für Groß und Klein
Am Collège Georges-Brassens in Écouché war die Begeisterung besonders spürbar. Schülerinnen und Schüler staunten nicht schlecht, als ihnen ein Menü wie im Restaurant serviert wurde. Die 13-jährige Clémence aus der 5. Klasse sagte nicht weniger als: „Das ist das beste Essen meines Lebens!“
Ihr Lieblingsgericht: Suprême de Volaille, also zartes Hähnchenfilet, mit Pilzfüllung und einer cremigen Sauce à la Vallée d’Auge. Dazu gab es eine geröstete Apfelhälfte – eine Kombination, die für überraschte Gesichter und volle Teller sorgte.
Das Menü im Überblick
Hier ein Überblick über die Speisefolge dieses besonderen Tages:
- Vorspeise: Rillettes vom Makrelenfilet, eingelegtes Gartengemüse (Pickles), säuerliche Rohmilchcreme und frische Kräuter
- Hauptgang: Gefülltes Suprême vom Huhn mit Waldpilzen, Sauce Vallée d’Auge, gerösteter Apfel
- Beilage: Sellerie-Püree – für viele Kinder ein unerwarteter Favorit
Vor allem die Sellerie-Püree sorgte für Überraschung: „Das ist das erste Mal, dass ich Sellerie esse – und es schmeckt richtig gut!“, meinte Clémence begeistert.
Ein Projekt mit Herz und Wirkung
Was dieses Menü so besonders macht, ist nicht nur der Geschmack. Es zeigt, was möglich ist, wenn Menschen aus unterschiedlichen kulinarischen Welten zusammenarbeiten. Eine Schulköchin, die täglich für viele Hundert Kinder kocht, trifft auf einen Spitzenkoch, der höchste Feinschmecker-Standards gewohnt ist. Dieses Zusammenspiel hat nicht nur für Genuss gesorgt – es hat Brücken geschlagen.
Zehn Gemeinden nahmen an dem „Grand Repas“ teil – eine Initiative, die gutes, ehrliches Essen für jeden zugänglich machen will. Besonders in Schulen und sozialen Einrichtungen wird dadurch das Essen wieder zu einem Moment der Freude.
Mehr als nur ein Mittagessen
Dieses Event war mehr als ein Menü – es war ein Erlebnis. Für die Kinder war es oftmals das erste Mal, dass sie bestimmte Zutaten gekostet haben. Für viele Seniorinnen und Senioren war es eine kulinarische Reise zurück in ihre Kindheit. Und für die Köchinnen und Köche war es ein Ausdruck ihrer Leidenschaft.
Der gelungene Mix aus Regionalität, Kreativität und Engagement hat gezeigt: Gutes Essen verbindet – unabhängig von Alter oder Hintergrund. Vielleicht war es nur ein Mittagessen. Aber für viele war es ein unvergesslicher Moment.
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